Jahreszyklus

Der Lebenszyklus von Seehunden wird weitgehend davon beeinflusst, dass sie das Wattenmeer als Geburtsstätte für ihre Jungen brauchen. Trockengefallene Sandbänke sind nicht nur Geburtsort, sondern auch der einzige Ort an dem sie − mit gebührendem Abstand − Kontakt zu Artgenossen haben. Der Seehund ist kein Rudeltier sondern Einzelgänger. Auf Sandbänken liegt er lediglich aus Sicherheitsgründen zusammen.

Geburts- und Säugezeit
Seehunde sind Lungenatmer und können nicht unter Wasser gebären. Deshalb findet die Geburt, nach einer Tragezeit von 11 Monaten, zwischen Anfang Juni und Mitte Juli auf einer Sandbank statt. Dadurch bleibt ausreichend Zeit mit gemäßigten Temperaturen für die 4-6 wöchige Säugephase der Jungen. Das Säugen selbst geschieht, wie die Geburt, an Land. Das Jungtier verdoppelt bis verdreifacht sein Gewicht in dieser Zeit und kann danach alleine überleben.

Paarungszeit
Auch die Paarung fällt in jene Zeit, in der sich die Seehunde im Wattenmeer befinden. Sobald die Weibchen sich von ihrem Nachwuchs abwenden, beginnen die geschlechtsreifen, ab ca. 6 Jahre alten Männchen zur Paarung aufzufordern. Nach einem etwa drei minütigen Paarungsakt schwimmen beide wieder getrennt ihrer Wege.

Fellwechsel
Seehunde besitzen ein sehr dichtes und durch Talg wasserundurchlässiges Fell. Es ist sandfarben bis graubraun in verlaufenden Farben. Auf  dem Rücken der Männchen wirkt es gefleckt. Der Fellwechsel findet in den Sommermonaten statt. Durch Wärme und UV-Licht wird die Vitamin-D-Produktion angeregt, die auch für das Wachstum des Haarkleides erforderlich ist. Der Aufenthalt auf den Sandbänken ist deshalb auch für den Fellwechsel dringend erforderlich

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