Nahrungsnetz

Seehunde sind ausgesprochene Nahrungsopportunisten, d.h., sie fressen alles, was sich Ihnen bietet. Ein ausgewachsener Seehund frisst täglich durchschnittlich 2 bis 3 kg Fisch und Garnelen. Dabei überwiegt der Plattfischanteil. Sie können sogar bis zu 7 kg Fisch fressen, danach nehmen sie aber auch mehrere Tage keine Nahrung mehr auf.

Entsprechend ihres Alters bevorzugen Seehunde unterschiedliche Nahrung. Während die Welpen in den ersten vier bis sechs Wochen Muttermilch saugen, erbeuten sie in den Monaten nach der Entwöhnung vor allem kleinere Fische wie Grundeln oder Garnelen. Erst ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln sie die Fähigkeit, auch größere und schnellere Beute zu fangen.

Die Tatsache, dass der Seehund verschiedenste Fischarten zu seiner Beute zählt, bietet den Vorteil, dass er bei Ausfallen der einen Art auf andere Nahrung ausweichen kann. So wirken sich mögliche Bestandseinbrüche oder klimarelevante Änderungen bei den einzelnen Fischarten nicht so negativ auf die Seehundpopulation aus. Der Bestand der Seehunde wird natürlich „von unten“ reguliert. Das bedeutet, dass die Anzahl der Seehunde abhängig vom Nahrungsangebot ist. Kommt es bei den Pflanzen – dem Anfang der Nahrungskette – zu einem Bestandseinbruch, sind hiervon in letzter Konsequenz auch die Seehunde betroffen.

Als TOP-Prädator, der sich am Ende der Nahrungskette befindet, reichern sich allerdings auch alle Schadstoffe, die in der Nahrungskette/-netz vom Plankton bis zum Fisch aufgenommen werden im Organismus des Seehundes an.

grafik-nahrungspyramide

grafik_schadstoffanreicherung

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