Erste Heuler 2015 in der Seehundstation Nationalpark-Haus aufgenommen

Am 04. Juni haben die ersten verwaisten Seehunde des Jahres 2015 die Seehundstation Nationalpark-Haus erreicht. Gleich vier Neuankömmlinge mussten an diesem Tag von den ehrenamtlichen Helfern geborgen und zur Aufzucht nach Norddeich eingeliefert werden.

Jule war der erste hilfebedürftige Heuler, der am späten Vormittag von Spiekeroog nach Norddeich gebracht wurde. Mit 8,7 Kilogramm und 70 cm Länge war sie bei Ihrer Ankunft vermutlich grade einmal drei Tage alt…

Bis zum Abend wurden dann noch drei weitere Heuler in der Quarantänestation im Waloseum untergebracht, die von Ihren Paten die Namen Emilia, Marie-Joy und Billy erhielten.

„Alle Tiere wurden durch unsere speziell geschulten Wattenjagdaufseher, die ehrenamtlich für die Seehundstation tätig sind, beobachtet und geborgen, nachdem eine Rückkehr des Muttertieres ausgeschlossen werden musste“ erklärt Stationsleiter Dr. Peter Lienau.

Jule und ihre drei Weggefährten kamen zuerst in die Quarantänestation ins Waloseum. Dort wurden Sie von unserem Tierpflege-Team erstversorgt. Nach einigen Tagen unter Beobachtung und nach Abschluss der veterinärmedizinischen Untersuchungen, konnten die vier aber bereits am Wochenende in die Aufzuchtbecken-Anlage der Seehundstation „umziehen“. Hier halten sie sich auf, bis sie selbstständig fressen können und damit in eines der größeren Becken weiterziehen dürfen.

Unter fachkundiger Pflege hat Jule sich bereits prächtig entwickelt. Wenn sie mal nicht schläft, erkundet sie neugierig ihr „Zuhause auf Zeit“ auf der Suche nach der nächsten Mahlzeit.

Vermutlich ab Ende Juli werden die ersten Tiere fit genug sein, um wieder ausgewildert zu werden.

Hier finden Sie ein paar Bilder unserer Pfleglinge:

 

 

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Wir pflegen zur Zeit

in der Seehundstation:

44 Heuler
3 Kegelrobben

in der Quarantänestation:
7 Heuler