Kraft tanken für Non-Stop-Flug

Ostatlantischer Vogelzug

Die Routen-Darstellung finden Sie in der Ausstellung.

Warum nehmen Vögel die Strapazen einer langen Reise auf sich? Ist es der warme Platz an der Sonne im Winter oder das notwendige Futter für die Jungenaufzucht im Sommer? Wat- und Entenvögel aus Island, Skandinavien, Sibirien, Grönland und Kanada ziehen nach der Brutzeit zu einem großen Teil an die Küsten der Nordsee. Wird es auch hier ungemütlich, verteilen sie sich entlang der Atlantikküste von Holland, Frankreich bis Mauretanien und Südafrika – und wieder zurück.

Zweimal jährlich, im Frühjahr und im Herbst, wird das Wattenmeer zum Dreh- und Angelpunkt des ostatlantischen Vogelzuges. In dieser Zeit nutzen mehr als 10 Millionen Vögel die Küstenregion, um mit dem reichhaltigen Nahrungsangebot Kraft für die Weiterreise zu tanken oder zu mausern. In kürzester Zeit können sie sich Fettreserven anfressen, um die bevorstehenden, oft tausenden Kilometer zu überstehen.

Vögel kann man im Wattenmeer zu jeder Jahreszeit beobachten. Manche bleiben nur ein paar Tage, viele bleiben einige Wochen oder Monate. Manchmal herrscht hier regelrecht Hochbetrieb. Ringelgänse, Knutts, Pfuhlschnepfen oder Kiebitzregenpfeifer fliegen dann ihre Formationen. Von ausgewiesenen Plätzen können Besucher dieses eindrucksvolle Naturschauspiel erleben − am besten mit fachkundiger Führung.

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