Beständiger Wandel prägt das Watt

Mit jeder Ebbe, mit jeder Flut ändert das Watt sein Aussehen. Dieser Teil des Wattenmeeres, der von Prielen und Rinnen durchzogen ist, wirkt bei Ebbe auf den ersten Blick wie tot. Erst bei näherer Betrachtung stellt man fest, wie viel Leben auf und unter dem Wattboden sowie in den wasserführenden Prielen herrscht.

Millionen von Kieselalgen, Kleinstkrebsen, Muscheln, Schnecken und Würmer leben hier. Auf einer Fläche von 1 Hektar haben die Tiere eine Biomasse von 3 -12 t Nassgewicht – das ist mehr als im tropischen Regenwald. Viele dieser Lebewesen sind nicht zu sehen, denn sie wollen weder in der Sonne austrocknen noch von Vögeln gefressen werden und ziehen sich deshalb unter die Oberfläche zurück. Manche bleiben dort unten und behalten über eine Art Schlauch oder eine U-förmig gegrabene Röhre Kontakt zur Oberfläche.

Die Vielfalt der Kleinstlebewesen bedeutet Nahrungsvielfalt für heimische und durchreisende Vogelarten. Jede Art hat ihre Taktik, eine bestimmte Schnabelform- und Länge entwickelt, um an die jeweilige Lieblingsspeise zu kommen. Bis die nächste Flut kommt, wird der Wattboden durchsiebt oder durchstochert und so manche harte Schale geknackt.

Diesen beeindruckenden Lebensraum können Sie auch bei Wattwanderungen erkunden. Bitte aber nur mit einem zertifizierten Wattführer, der wichtiges Hintergrundwissen über die einzigartige Ökologie und Entwicklung des Wattenmeeres vermittelt und für ein sicheres Durchkommen sorgt. Gern informieren wir Sie über Veranstaltungen, bei denen Sie auf spielerischer Weise die Geheimnisse des Watts erleben können.

Weitere Informationen zum Watt finden Sie auf der Website des Nationalparks Wattenmeer.

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